Unter einer Kastration versteht man das Entfernen der Hoden bzw. der Eierstöcke.
Die Kastration sollte bei Katern zwischen dem 8 - 10 Monat erfolgen. Bei frühreifen Tieren ist es auch eher möglich. Ältere Tiere können natürlich zu jeder Zeit kastriert werden.
Bei Katzen kann die Kastration ab dem 10.Monat vorgenommen werden.Sie sollte sich aber nicht zum Termin in der Rolligkeit befinden. Sie können auch noch nachdem Sie schon Kitten geworfen haben, kastriert werden.
Die Vorteile im Kittenalter bestehen darin, daß die Tiere kein Rolligkeitsverhalten wie Schreien, Unruhe sowie bei Katern Harnspritzen und Markieren, an den Tag legen.
Das "Markieren" der Kater an Gegenstände und Wände in der Wohnung, kann sehr übelriechend und unansehnlich sein. Das laute "Schreien" der Katze über Tage und Nächte kann auch sehr anstrengend sein, für Tier und Mensch.
Bei einer "Sterilisation" der Kätzin werden nur die Eileiter durchtrennt, bei einem Kater nur die Samenleiter. Die Hormonproduktion geht jedoch bei beiden Geschlechtern weiter und alle Unannehmlichkeiten der sogenannten Rolligkeit (Markieren,Schreien) bestehen weiter.
Wenn einmal der Termin zur Kastration oder Sterilisation beim Tierarzt steht, können Sie gleichzeitig die Chipung durchführen lassen. Dann muß das Tier nicht nochmal in Narkose gelegt werden.
Das Tier sollte am Tag vor der OP bis ca. 20 Uhr die letzte Mahlzeit zu sich nehmen. Wasser kann bis zum nächsten Morgen weiter gereicht werden.
Die meisten Tierarztpraxen legen die Operationen auf die Morgenstunden und bieten dann eine Überwachung in der Aufwachphase bis Nachmittags an. Dies sollten Sie Ihrem Tier auch gönnen, auch wenn es Ihnen schwer fällt, das Tier über einige Stunden nicht in Ihrer Obhut zu haben. In der Aufwachphase ist das Tier dort bestens aufgehoben, um die langsam abbauende Narkose in Ruhe auszustehen.
Legen Sie den Transportkorb schon auf der Hinfahrt unten mit Frischhaltefolie ( Plastiktüten rascheln zu sehr) aus, darüber eine weiche Unterlage ( Decke oder Kissen) und oben drauf einige Lagen Zewa. Da auf dem Heimweg das Tier unkontrolliert urinieren oder brechen kann.
Zuhause angekommen, öffnen Sie die Tür des Transportbehälters und warten Sie, bis die Perserkatze von selbst raus kommt. Sie sucht sich dann auf wackligen Füßen einen Ruheplatz zum weiter schlafen.Da man ja Ihre Lieblingsplätze kennt, kann man diese schon mit Zewa vorpräparieren.Hochheben der Perser sollte man erst mal unterlassen, da die OP-Wunde noch frisch ist und auch noch nachnässen kann.
Futter- und Trinknapf sollte man in Reichweite stellen. Für die erste Nacht hat sich auch ein Ersatzklo provisorisch aus einem kleinen Karton mit ganz niedrigem Rand und etwas Katzenstreu in der Nähe der Ruhestätte bewährt.
Am nächsten Tag geht alles schon viel leichter und besser.
Die Tiere lecken sich die Wunde selbst sauber, da sollte man selbst nicht ran gehen.Beobachten Sie die Operationsnarbe die nächsten Tage auf Ihre Heilung, sollte sich eine Entzündung zeigen,sofort wieder zum Tierarzt!
Kater sind nach etwa 3-4 Tagen wieder fit. Bei der Kätzin dauert es etwa 10 Tage, bis Sie wieder normal rumhopselt, deren OP ist auch ein größerer Eingriff.
Ist das alles überstanden, geht es Tier und auch Mensch wieder gut. Mir war jedesmal so übel an den OP-Tagen man leidet ja ungemein mit seinen Rackern mit. Hinterher haben wir auch gedacht, war ja alles nur halb so schlimm ,als erwartet.